Starker Endspurt wird nicht belohnt PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Jochen   
Montag, 12. Juni 2017 um 14:11
The Season is over - so haben es Spieler, Trainer und Fans der Vikings einen Tag nach dem letzten Saisonspiel realisiert.
Standen die Zeichen noch am vorletzten Spieltag recht positiv, so ist nun ErnĂŒchterung eingekehrt.
Mit einem Kraftakt in der zweiten SaisonhÀlfte starteten die Vikings eine Aufholjagd nach einer völlig verkorksten ersten Saisonhalbzeit.
Mit 3-5 Siegen in der ersten SaisonhĂ€lfte lag man weit hinter den eigenen Erwartungen zurĂŒck. Zuviel Fehler hatte man sich erlaubt, zu unkonzentriert war man auf dem Platz. Die Auftaktniederlage im heimischen Stadion gegen den Divisionsrivalen aus Chicago lies schon SchwĂ€chen erkennen. War die Niederlage gegen die Saints noch kalkuliert, gab man auch andere Spiele aus der Hand. Gerade das wichtige Heimspiel gegen Divisionsrivale Green Bay, welches unerwartet deutlich von den Cheesehats herunter gespielt wurde, sollte in der Nachbetrachtung noch schwer wiegen.
Jedoch wollte man sich im Lager der Vikings nicht so schnell geschlagen geben. FĂŒr die zweite SaisonhĂ€lfte galt nur eine Devise und diese lautete SIEGEN.
Im Spiel gegen Miami, ebenfalls im heimischen Stadion, erhielt man jedoch einen erneuten DĂ€mpfer. Mit 3-6 stand man mit dem RĂŒcken zur Wand, die Saison schien beendet. Musste man in den letzten sieben Spielen ausgerechnet noch zu fĂŒnf AuswĂ€rtsspielen antreten.
Mit den Bears in Woche 11 sollte die Wende eingelÀutet werden und das Selbstvertrauen der Spieler gestÀrkt werden. Der Sieg gelang in der Windigen Stadt, wenn auch knapp und hart erarbeitet.
Es folgten zwei wichtige Heimspiele gegen Falcons und Lions. Eine Niederlage und das Playoff-Aus wÀre besiegelt. Bei beiden Spielen konnten die Vikings das Feld als Sieger verlassen. Aber auch in diesen Spielen tat man sich schwer. Gerade gegen die bis dato erst einmal siegreichen Lions musste man bis zum Ende zittern und mit Fehler um Fehler machten sich die Mannen um Quaterback Esteban Espana das Leben schwer. Dennoch ein Sieg ist ein Sieg und er schenkt Selbstvertrauen. Mit diesem Selbstvertrauen ging es in der Serie der letzten vier Spielwochen, allesamt auswÀrts.
Gegen die Bills konnte man dieses Selbstvertrauen in Routine ĂŒberfĂŒhren. Ein ungefĂ€hrdeter Sieg gegen heimschwache Bills. Die Bilanz stand nun bei 7-6. Gleichzeitig profitierten die Vikings im Playoff Race von SchwĂ€chen der Gegner. Noch konnte man es aus eigener Kraft schaffen, sofern man keine Niederlage mehr einfuhr.
Mit gemischten GefĂŒhlen trat man daher in Green Bay zum RĂŒckspiel an. Beide Mannschaften gingen ans Limit. Eine harte, jedoch faire Party und die Nordmannen konnten sich mit einem 17:16 einen immens wichtigen Sieg sichern. Bilanz 8-6, jedoch leisteten sich die Rams als direkte Konkurrent um den Playoff Spot ebenfalls keinen Fehler.
Vorletzter Spieltag; die Vikings zu Gast bei den Buccaneers. FrĂŒher ein Angstgegner, jedoch seit dem Weggang von Coach Rick befinden sich die Bucs im freien Fall. SouverĂ€n konnte man einen 27:3 AuswĂ€rtssieg auf der Habenseite verbuchen.
Was passierte bei den Rams; diese strauchelten Zuhause gegen die Eagles. Freude im Management der Minnesota Vikings. Man stand auf dem letzen Playoff Spot. Ein Blick auf den letzten Spieltag zeigte, beide Mannschaften hatten kein einfaches Los. Die Vikings mussten die Reise nach Kalifornien antreten und gegen das zweitbeste Team der Conference spielen. Die Rams mussten gegen Green Bay ran, jedoch mit dem Heimvorteil. Nie hoffte man in Minnesota mehr auf SchĂŒtzenhilfe der GrĂŒnen und darauf, dass Coach SchĂ€fer sein Team optimal einstellt.
Mit einem 27:19 konnte man dann sicherer als gedacht in San Francisco gewinnen und Coach Bob schonte seine Stars durchaus nicht fĂŒr die Playoffs. Aber, wie spielten die Rams?
Mit einem 35.27 sicherten sich die Rams ebenfalls den Sieg. Das sonst starke Laufspiel der Packers wurde an diesem Tag durch die Rams Defense eliminiert. Die Folge in den Bilanzen Packers 10:6, Vikings 10:6, Panthers 10:6 und Rams 10:6.
Nun rÀchte sich die erste SaisonhÀlfte. Die unnötige Niederlage gegen Chicago zum Saisonauftakt kostetet viel. Nicht nur den Playoff Spot, auch den Divisonssieg. Analog zu den Vikings hatten die Panthers innerhalb ihrer Division eine 4:2 Bilanz, jedoch hatten die Vikings im direkten Aufeinandertreffen mit 22:20 eine knappe Niederlage eingesteckt. Die Rams sicherten sich den letzten Playoff Spot durch ihre bessere Divisionsbilanz. The Season is over.
In einem Statement fĂŒr die Medien Ă€ußerte sich Manager und Headcoach JoJo wie folgt.
„Ich bin stolz was die Jungs geleistet haben. Die zweite SaisonhĂ€lfte war ein Traum. Spannend, herzergreifend, kĂ€mpferich - leider mit dem unglĂŒcklichen Ende fĂŒr uns. Das ist eben Football und wie ĂŒberall im Profisport muss man auch diese „Niederlagen“ erleben. Wir haben, nein ich muss gestehen ich habe, es in der ersten SaisonhĂ€lfte weg geworfen. Wenn man mit einer Bilanz von 3-5 in die zweite SaisonhĂ€lfte geht, kann man in der Regel nicht erwarten um die Playoffs mitzuspielen. Hier haben wir auch von Ausrutschern unserer Gegner profitiert.
Wir hatten dieses Jahr viele neue Spieler im Kader und der Startaufstellung. Die Jungs hatten einfach nicht die Routine, kannten die AblĂ€ufe noch nicht perfekt und dies habe ich in der ersten SaisonhĂ€lfte zu wenig beachtet. Daher kann ich den Spielern fĂŒr den schlechten Start keine Schuld geben. Und sie sehen ja, als es darum ging zu liefern, als wir die Schemen etwas angepasst haben, da haben die Jungs geliefert. Manchmal mit mehr Nervenbelastung, als mir lieb war, aber danach fragt am Ende des Tages niemand mehr. Die Siege in Green Bay und in San Francisco lassen mich positiv auf die nĂ€chste Saison blicken. Unser Start Team können wir zusammen halten und hoffen auf punktuelle VerstĂ€rkungen.
Den NFC Coaches Bunk, Reiss und SchĂ€fer wĂŒnsche ich in den Playoffs alles Gute. Auch den AFC Playoff Coaches Winter, Summer und Ellmies viel GlĂŒck. Möge der Beste den Bowl gewinnen."
Aktualisiert am Montag, 12. Juni 2017 um 14:14